Fabia Andina liest am 4. Dezember im Bodmanhaus. zVg
28.11.2025 05:00
Das Bild einer Dorfgemeinschaft
Im Roman «Sechzehn Monate» zeichnet Fabio Andina das Bild einer Dorfgemeinschaft, die in Kriegszeiten zusammenhält, obwohl der Faschismus einzelne Dorfbewohner vergiftet. Am Donnerstag, 4. Dezember, liest er um 19.30 Uhr im Bodmanhaus.
Gottlieben Fabio Andina erzählt in «Sechzehn Monate» meisterhaft vom Schicksal seiner Grosseltern. 5. März 1944: In Cremenaga, einem kleinen Dorf an der italienisch-schweizerischen Grenze, wird der Schreiner Giuseppe Vaglio von der SS verhaftet. Er hat Juden und verletzten Partisanen geholfen, den Grenzfluss Tresa zu überqueren und sich in die sichere Schweiz zu retten.
Am 6. Juli 1945, 16 Monate nach seiner Verhaftung, kehrt Giuseppe zurück: verwundet, abgemagert, auf einem Ohr taub. Bis an sein Lebensende schweigt Giuseppe – er ist der Grossvater von Fabio Andina – über das, was er erlebt hat. Die Veranstaltung wird unterstützt durch das Bundesamt für Kultur BAK. Moderation Karsten Redmann
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