Dieser Abschnitt der Sanierung sehr aufwendig, hier wird eine Lichtsignalanlage den Verkehr regeln. Kurt Peter
13.11.2025 05:00
«Die Sanierung ist sehr dringend»
Umfangreiche Arrbeiten an der Konstanzerstrasse im kommenden Jahr - 18 Monate Bauzeit
Da der Kanton plant, die Konstanzerstrasse zu sanieren, werden in diesem Bereich auch die Werkleitungen ersetzt. Daher wird an der Tägerwiler Gemeindeversammlung über einen Kreditantrag von 3,39 Millionen Franken abgestimmt.
Tägerwilen Vom Hertlerkreisel bis zum Hammerweg soll saniert werden. Das plant das kantonale Tiefbauamt. Neben dem Ersatz des Belags sind auch die Anpassung der beiden Bushaltestellen beim Bahnhof an die gesetzlichen Bestimmungen vorgesehen, auf der Nordseite wird zusätzlich ein Wartehäuschen erstellt und die Beleuchtung erneuert. Da es sich um einen Innerortsbereich handelt, muss sich die Gemeinde mit einem Anteil von 28 Prozent beteiligen. Das Projekt wurde bereits aufgelegt, Einsprachen sind keine eingegangen.
Uralte Wasserleitungen
Bereits länger ist bekannt, dass in diesem Abschnitt auch erheblicher und akuter Handlungsbedarf besteht. Die Werksanierungsarbeiten werden mit den Strassenbauarbeiten koordiniert. 1898 wurde die bestehende Grauguss-Wasserleitung mit einem Durchmesser von 120 Millimeter gebaut. In den letzten Jahren gab es verschiedene Wasserrohrbrüche in diesem Bereich. Die bestehende Gussleitung soll nun durch eine Leitung aus Polyethylen mit Durchmesser von 160 Millimeter ersetzt werden. Im Zuge dieser Arbeiten ist geplant, die vier Hydranten sowie die Hausanschlussleitungen zumindest bis an die Parzellengrenze zu erneuern.
Im gleichen Arbeitsgang muss in der Konstanzerstrasse ab der Sonnenstrasse eine neue Regenwasserleitung mit direkter Einleitung in den Dorfbach realisiert werden. Diese Leitung entlastet die bestehende und überlastete Regenwasserleitung, die via Sonnenstrasse und oberhalb des Regenüberlaufbeckens Blumenau in den Dorfbach mündet. Die hohen Kosten für diese Leitung begründen sich in der breiten und tiefen Grabung, Aus- und Wiedereinbau bestehender Werkleitungen, Sicherheitsmassnahmen im Bereich des Bahnhofs aufgrund von SBB-Vorgaben, Baumschutzmassnahmen, Vorleistungen für die Hausanschlüsse sowie die Arbeit unter Verkehr.
Lichtsignal und Einbahn
Beteiligt ist auch das Elektrizitätswerk. Es plant die Sanierung von elf Hausanschlüssen, die nach Abschluss der Arbeiten direkt von den elektrischen Verteilkabinen versorgt werden. Daher wird eine neue elektrische Verteilkabine installiert. Die bestehenden Niederspannungs-Stammleitung aus dem Jahr 1985 bis 1990 werden vollständig erneuert, die Gesamtlänge beläuft sich auf etwa 800 Meter. Gleichzeitig wird das Mittelspannungs-Kabel von der Trafostation Dega ausgetauscht und durch eine leistungsfähigere Leitung ersetzt. Der Gemeindebeitrag an den Belagseinbau beläuft sich auf 680'000 Franken, die Regenwasserleitung kostet 1,55 Millionen, die EW-Arbeiten 750'000 Franken und die Sanierung der Wasserleitung 410'000 Franken.
«Wir wollen mit den Arbeiten im bereits kommenden Frühling beginnen», erklärt Gemeindepräsident Markus Ellenbroek. Er rechnet mit einer Bauzeit von rund 18 Monaten. Die erste Etappe wird im Bereich Unterführung, Bahnhof, inklusive Einlenker Bahnhofstrasse, realisiert. «Diese Etappe ist zwar kurz, aufgrund der vielen Leitungen aber auch die Aufwendigste», bestätigt Bauverwalter Rolf Uhler. Der Verkehr werde hier mit einer Lichtsignalanlage gelenkt. Für die späteren Etappen ist dann eine Einbahnregelung vorgesehen. «Wahrscheinlich wird die Durchfahrt der Konstanzerstrasse Richtung Hertlerkreisel möglich sein», blickt Rolf Uhler voraus.
Von Kurt Peter