17.06.2026 11:03
Ein Schlussstrich gezogen
Die Stadt Kreuzlingen bekommt nach dem Ja zur Botschaft endlich neue Verwaltungsliegenschaften
Unter das leidige Thema «Verwaltungsliegenschaften» kann ein Schlussstrich gezogen werden. Am Wochenende sagten 74 Prozent der Stimmberechtigten Ja zum Kredit zur Sanierung und Erweiterung der städtischen Verwaltungsliegenschaften von 49,369 Millionen Franken.
Kreuzlingen Stadtschreiber Michael Stahl gab am Sonntagnachmittag das Resultat der Abstimmung bekannt. Die Zustimmung zum Kreditbegehren von 74 Prozent wurde mit Applaus zur Kenntnis genommen. Stadtpräsident Thomas Niederberger zeigte sich «überwältigt vom Resultat und mir ist ein riesen Stein vom Herzen gefallen». Bei allem Optimismus: «Je näher die Abstimmung kam, umso nervöser wurde ich», sagt Niederberger.
Positive Stimmung erhalten
Er sei froh, dass eine 40 bis 50-jährige Geschichte endlich abgeschlossen werden könne. Es gelte nun, die gute Stimmung in Kreuzlingen aufrecht zu erhalten. Nach den Zustimmungen zum Kulturzentrum Kult-X, dem neuen Betriebsgebäude Energie Kreuzlingen und der Sanierung der Bodensee-Arena danke er der Bevölkerung nun auch für die Zustimmung zur aktuellen Botschaft. «Ich danke auch dem Pro Komitee für die wertvolle Unterstützung», so der Stadtpräsident. Und er machte klar: «Diese Zustimmung von über 70 Prozent sind ein klares Verdikt».
Bereits diese Woche würde die ersten Sitzung stattfinden. Jetzt müsse die Verwaltung aufgegleist werden, die Tiefgarage und Gestaltung der Festwiese würde dann später an die Hand genommen werden, sagte Niederberger. Von einem mega erfreulichen Resultat sprach Ornina Be Nissa vom Pro Komitee. Positiv sei die hohe Stimmbeteiligung und «wir können den Projekt Schlussstein nun begraben».
Qualität des Projekts gewürdigt
Jost Rüegg vom Komitee zur Freihaltung der Festwiese zeigte sich zufrieden, denn «die Festwiese bleibt frei». Nach dem Ja zum Kreditbegehren könne das Projekt zur Realisierung einer Stadtverwaltung an den zwei bisherigen Standorten umgesetzt werden. «Damit gehen jahrzehntelange Planungen und Auseinandersetzungen zu Ende», heisst es in der Medienmitteilung des Komitees. Vor fünf Jahren habe die Kreuzlinger Stimmbevölkerung der «Volksinitiative zur Freihaltung der Festwiese beim Bärenplatz» mit 53 Prozent zugestimmt, dies trotz dem geschlossenen Widerstand von allen Parteien und Behörden. «Die Stadtregierung sah sich somit gezwungen, ein Projekt an einem anderen Ort zu planen. Dies gelang ihr dank grossem Engagement und dank erfolgreicher Kommunikation». Das Kreuzlinger Volk habe laut dem Komitee zur Freihaltung der Festwiese nun die Qualitäten des Projekts erkannt und würdige die geschickte Planung mit ihrer Zustimmung.
Das Initiativkomitee zur Freihaltung zur Festwiese freue sich über diesen bedeutsamen Entscheid. Die Stadt erhalte eine zeitgemässe Stadtverwaltung an den richtigen Standorten. Das Stadtzentrum werde in hohem Masse aufgewertet und die Festwiese unmittelbar südlich vom Stadtsaal bleibe von Überbauungen frei, heisst es abschliessend.
Von Kurt Peter