OK-Präsident Christian Heller freut sich auf Ihren Besuch am Autokreuzlingen. nw
20.03.2026 11:54
Vom Verbrenner bis zum Elektroauto: Autokreuzlingen zeigt Vielfalt der Mobilität
Interview mit Christian Heller, OK-Präsident Autokreuzlingen
Am Wochenende vom 21. und 22. März findet erneut das Autokreuzlingen statt. Die Kreuzlinger Garagen laden zur Frühlingsausstellung ein und freuen sich auf die Besucherinnen und Besucher.
Wie hat sich die Automobilbranche im letzten Jahr verändert?
Die Automobilbranche bleibt weiterhin stark in Bewegung. Besonders spürbar ist der technologische Wandel: Elektrische Antriebe werden weiter ausgebaut, gleichzeitig entwickeln die Hersteller ihre Hybridmodelle und effizienten Verbrennungsmotoren weiter. Auch Themen wie Digitalisierung im Fahrzeug, Assistenzsysteme und vernetzte Mobilität gewinnen zunehmend an Bedeutung. Für Garagenbetriebe bedeutet das, dass sie ihr Know-how laufend erweitern müssen, um Kundinnen und Kunden kompetent beraten zu können.
Wie gut kommen Elektroautos bei den Garagen an?
Insgesamt sehr gut. Viele Garagen haben in den letzten Jahren stark in Weiterbildung, Infrastruktur und neue Dienstleistungen investiert. Elektroautos sind längst kein Nischenthema mehr, sondern ein fester Bestandteil des Angebots. Natürlich bringt die Umstellung auch Herausforderungen mit sich, etwa bei Werkstattprozessen oder bei der Ladeinfrastruktur, aber die Betriebe in der Region sind gut darauf vorbereitet.
Wie stehen Sie selbst zur Elektromobilität?
Ich sehe Elektromobilität als einen wichtigen Teil der zukünftigen Mobilität. Sie bietet gerade im städtischen Umfeld viele Vorteile, etwa bei Emissionen und Geräuschentwicklung. Gleichzeitig glaube ich, dass wir langfristig verschiedene Technologien parallel sehen werden. Je nach Einsatzbereich können Elektroautos, Hybridfahrzeuge oder andere alternative Antriebe sinnvoll sein.
Was halten Sie vom möglichen Verbrenner-Aus der EU? Wie sehr wäre die Schweiz davon betroffen?
Die Diskussion in der EU wird natürlich auch in der Schweiz aufmerksam verfolgt. Auch wenn die Schweiz politisch eigene Entscheidungen trifft, ist unser Automarkt stark mit Europa verbunden. Viele Fahrzeuge, die hier verkauft werden, stammen von europäischen Herstellern. Deshalb haben solche Entscheidungen indirekt auch Auswirkungen auf unseren Markt. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass der Übergang technologisch offen bleibt und für Kundinnen und Kunden praktikable Lösungen entstehen.
Warum lohnt sich ein Besuch an der Autokreuzlingen? Worauf dürfen sich die Besucher freuen?
Die Autokreuzlingen bietet eine ideale Gelegenheit, sich einen Überblick über die aktuelle Fahrzeugwelt zu verschaffen. Zahlreiche regionale Garagen präsentieren ihre neuesten Modelle, vom klassischen Verbrenner über Hybridfahrzeuge bis hin zu modernen Elektroautos. Besucherinnen und Besucher können Fahrzeuge vergleichen, Fragen stellen und sich direkt von Fachpersonen beraten lassen. Gerade in einer Zeit, in der sich die Mobilität so schnell entwickelt, ist eine solche Plattform besonders wertvoll.
Viele Menschen sind unsicher, welche Antriebsform für sie künftig die richtige ist. Kann die Ausstellung dabei helfen?
Absolut. Genau dafür ist sie ideal. Besucherinnen und Besucher können Fragen stellen, Fahrzeuge aus nächster Nähe anschauen und unterschiedliche Konzepte vergleichen. Der direkte Austausch mit Fachleuten hilft oft mehr als stundenlange Online-Recherche.
Was wünschen Sie sich von den Besucherinnen und Besuchern?
Vor allem Neugier. Die Mobilität der Zukunft betrifft uns alle. Wir möchten zeigen, welche Lösungen es heute schon gibt und welche Möglichkeiten sich in den nächsten Jahren eröffnen. Die Autokreuzlingen soll informieren, inspirieren und auch ein Treffpunkt für alle sein, die sich für moderne Mobilität interessieren.
Interview: Nico Wrzeszcz