Ein Bild, dass sich momentan im ganzen Thurgau zeigt: Landwirten wird empfohlen, die am Feldrand gelagerten Rüben abzudecken.
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10.12.2025 00:00
Zuckerfabrik Frauenfeld: Defekt zu gross - Ofen wird zurückgebaut
Die Zuckerfabrik in Frauenfeld ist auf weiteres ausser Betrieb. Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass es sich wirtschaftlich nicht lohnt, den defekten Ofen zu reparieren. Zur Zeit wird ein Teil der Rüben ins zweite Werk der Schweizer Zucker AG per Bahn transportiert. Doch diese ist auch sehr gut ausgelassen.
Frauenfeld Am 23. November 2025 musste die Zuckerfabrik Frauenfeld die Produktion stoppen, weil der Kalkofen – ein zentrales Element der Zuckerherstellung – unerwartet beschädigt wurde. Bei der Untersuchung am 28. November 2025 zeigte sich ein schwerer struktureller Defekt. Eine Reparatur wäre zu teuer, deshalb wird der Kalkofen endgültig stillgelegt und später rückgebaut, melden nun die Verantwortlichen.
Hofft Betrieb wieder reduziert aufnehmen zu können
Allenfalls gibt es einen Funken Hoffnung für eine zumindest teilweise Fortführung der Produktion am Standort Frauenfeld. Die Schweizer Zucker AG versucht für die laufende Kampagne, die notwendigen Betriebsstoffe, die normalerweise der Kalkofen liefert, extern zu besorgen. Es handelt sich dabei um gebrannten Kalk und Kohlenstoffdioxid (CO2). Gelingt dies, kann die Fabrik – zumindest reduziert – wieder in Betrieb genommen werden, der Zeitpunkt dafür ist noch offen heisst es seitens der Verantwortlichen des Unternehmens. Zur Sicherstellung der Durchführung künftiger Kampagnen ab 2026 werden jetzt schon Optionen geprüft, die vom Neubau eines Kalkofens bis hin zu einer dauernden externen Zuführung der Betriebsstoffe reichen.
Alle Akteure brauchen aktuell noch Geduld
Der Stillstand der Zuckerfabrik Frauenfeld verlangt nun von allen Beteiligten viel Geduld. Die gesamte Rübenanfuhr für das Werk in Frauenfeld wurde umgestellt und führt demnach zu Verzögerungen. «Die Schweizer Zucker AG bedauert diese Umstände sehr und hofft auf das Verständnis und die Geduld aller Akteure», heisst es in ihrer Medienmitteilung.
red