Die Kreuzlinger gewannen und verloren je ein Spiel. Archivbild: zVg
26.05.2026 14:02
Wichtiger Sieg und kämpferische Niederlage
Der SC Kreuzlingen absolvierte am vergangenen Wochenende die nächsten beiden Partien der Phase II der Nationalliga A. In dieser treffen die Kreuzlinger je einmal zuhause und auswärts auf die drei weiteren Topteams der Liga – Genève Natation, Carouge Natation und den SC Horgen.
Wasserball Dabei geht es für die Teams darum, sich eine möglichst gute Ausgangslage für die anstehenden Playoffs zu verschaffen. Am Samstag empfing der SCK Genève Natation im heimischen Hörnli, ehe am Sonntag die Reise nach Genf zum Auswärtsspiel gegen Carouge Natation anstand.
Revanche gegen Genève gelingt
Der SC Kreuzlingen wollte sich gegen Genève Natation unbedingt für die bittere 17:16-Niederlage revanchieren, die man vor zwei Wochen auswärts gegen die Genfer hatte hinnehmen müssen – und das gelang. Vor allem offensiv wollten es die Männer vom Bodensee an diesem schönen Vorsommerabend gelingen lassen. Zahlreiche Zuschauer fanden den Weg ins Schwimmbad Hörnli und bekamen von Beginn weg eine attraktive Partie zu sehen.
Der SCK fand sofort den Zug zum Tor und ging nach einem offensiv starken Start mit 5:3 in die erste Viertelpause. Doch die Genfer zeigten im zweiten Abschnitt, weshalb sie in dieser Saison als ganz heisser Anwärter auf den Schweizer Meistertitel gelten. Vor allem ihre beiden kroatischen Ergänzungsspieler Corusic und Butic sorgten immer wieder für Gefahr und führten ihr Team kurz vor dem Seitenwechsel zum 8:8-Ausgleich.
Es sollte allerdings das einzige Mal bleiben, dass der SCK nicht in Führung lag. Postwendend stellte Joel Herzog die Führung wieder her und so wurden beim Stand von 9:8 die Seiten gewechselt. Offenbar fand der Kreuzlinger Coach in der Pause die richtigen Worte, denn im dritten Viertel zog der SCK vorentscheidend davon: Der Abschnitt ging gleich mit 6:1 an die Gastgeber, die sich damit auf 15:9 absetzen konnten.
Im Schlussviertel galt es für die Kreuzlinger vor allem noch, das Resultat über die Zeit zu bringen – was auch gelang. Dennoch vergass man trotz Resultatverwaltung das Toreschiessen nicht. Allerdings taten dies die Genfer ebenfalls nicht, allen voran ihre Shooter Butic, Corusic und Mijic, die zusammen gleich 13 der 14 Genfer Treffer erzielten. Schlussendlich setzte sich der SC Kreuzlingen verdient mit 20:14 durch und konnte nach einer Niederlage gegen Genève sowie einem Unentschieden gegen Horgen endlich den ersten Sieg in dieser Phase II einfahren – und gleichzeitig auch den ersten Sieg in diesem Jahr gegen die stark aufspielenden Genfer.
Stark dezimierter SCK kämpft tapfer
Am Folgetag trat der SCK die Reise nach Genf an, wo mit Carouge Natation der Lokalrivale von Genève Natation wartete. Der Kreuzlinger Kader präsentierte sich dabei allerdings ganz anders als noch am Vorabend. Im Tor stand diesmal nicht Neuzugang Lucian Strkalj, sondern ein altbekannter Rückkehrer: Meistertorwart und Publikumsliebling Darko Aleksic stiess in dieser entscheidenden Phase der Saison wieder zum Team und unterstützte die Kreuzlinger zwischen den Pfosten.
Zudem weilten mit Maurus Tillema, Yannick Rutz und Patrick Würth gleich drei Spieler mit der U20-Nationalmannschaft in den Niederlanden. Gleichzeitig musste der SCK ohnehin bereits auf die verletzten Noah Dudler, Christian Würth und Benjamin Pfister verzichten. Entsprechend dezimiert reiste der Meister zu diesem hochkarätigen Auswärtsspiel.
Trotzdem machten die Kreuzlinger ihre Sache insbesondere zu Beginn der Partie ausgezeichnet. Das erste Viertel ging mit 2:1 an den SCK und auch beim Seitenwechsel war beim knappen 5:6-Rückstand resultatmässig noch alles offen. Einschneidend sollte jedoch eine Szene kurz vor der Halbzeit werden: Centerverteidiger Linus Längle wurde bereits mit seinem dritten persönlichen Fehler des Wassers verwiesen. Gleichzeitig wurde auch der zweite etatmässige Centerverteidiger Zvonimir Zlomislic nach einer Diskussion mit den Unparteiischen und einer folgenden roten Karte frühzeitig unter die Dusche geschickt.
Damit waren die Kreuzlinger endgültig stark dezimiert. Die verbleibenden Spieler mussten praktisch ohne Pause weiterspielen und dies ohne nominellen Centerverteidiger – besonders undankbar gegen Carouge, das mit Romain Blary über einen ehemaligen Olympioniken auf der Centerposition verfügt. Doch der SCK gab sich keineswegs auf. Im Gegenteil: Bis Ende des dritten Viertels kämpften sich die Kreuzlinger sogar zu einer 8:7-Führung. Erst im Schlussabschnitt folgte der Einbruch, den die Bodenseestädter zuvor lange hinauszögern konnten. Die Kräfte schwanden nun merklich und logischerweise zunehmend. Das letzte Viertel ging mit 5:1 an Carouge, das die Partie schliesslich mit 12:9 für sich entschied.
Ausblick: Cup Final Four am kommenden Wochenende
Nun bleibt den Wasserballern vom Bodensee eine Woche Zeit, um dieses ereignisreiche Wochenende einzuordnen. Weiter geht es bereits am kommenden Wochenende vom 30./31. Mai mit dem Cup Final Four in Genf. Im Halbfinale trifft der SC Kreuzlingen am Samstag auf Dauerrivale SC Horgen. Im zweiten Halbfinale kreuzen Genève Natation und Carouge Natation die Klingen.
red
SC Kreuzlingen - Genève Natation 20:14
Viertelsergebnisse: 5:3, 4:5, 6:1, 5:5
SC Kreuzlingen: Strkalj (T), Zlomislic (4), Nitzschke, Cuk (1), Längle, F. Rickenbach (5), J. Herzog (C/4), Y. Herzog (1), M. Würth, P. Würth (1), Carballo (3), Tillema (T), Rutz (1)
Genève Natation 1885: Groebli (T), Montoya, Butic (5), Karamustafa, Haldi, El Mehrek, Regalado, Pittet (1), Corusic (2), Mijic (6), M. Marconi (C), Funosas, Schindler (T), Carrieri
Carouge Natation – SC Kreuzlingen 12:9
Viertelsergebnisse: 1:2, 5:3, 1:3, 5:1
Carouge Natation: Dubois (T), Abbate, Maddern (3), Catillaz (2), Blary (C/2), Petkantchin (1), Pontikeas (1), Maréchal, Rota, Melet (3), Garcia, Thebault, Campanelli, Jaquier,
SC Kreuzlingen: Aleksic (T), Zlomislic, Petrovic (2), Cuk (2), Längle, F. Rickenbach (1), J. Herzog (C/1), Y. Herzog, G. Rickenbach, Nitzschke (1), M. Würth, Carballo (2)