29.09.2025 08:58
Die Zukunft ist gesichert
Klares Ja zum Sanierungskredit der Bodensee-Arena - Stadt will schnell an die Umsetzung gehen
Es war ein sensationelles Ergebnis: Der Sanierung der Bodensee-Arena für netto 26,1 Millionen Franken wurde am Wochenende mit 71 Prozent zugestimmt. Entsprechend emotional war die Resultatverkündigung durch Stadtpräsident Thomas Niederberger und gross die Freude bei den Verantwortlichen.
Kreuzlingen Die Freudentränen wollte Stadtpräsident Thomas Niederberger am Sonntagnachmittag gar nicht erst verbergen. Bei einer hohen Stimmbeteiligung von 54,03 Prozent befürworteten die Kreuzlinger Stimmberechtigten den Sanierungskredit für die Bodensee-Arena. Bei 4419 gültigen Stimmzetteln sprachen sich 3152 für die Vorlage aus, 1267 waren dagegen. «Ich danke allen Helfern, dem Pro-Komitee, den Vereinen und den Stimmberechtigten für dieses unerwartet glanzvolle Resultat», sagte Thomas Niederberger.
60-Prozent-Grenze geknackt
Vorsorglich habe der Stadtrat bereits eine Kickoff-Sitzung für diese Woche einberufen, denn es gelte, Arbeitsgruppen zu bilden, die Ausschreibung für die Bauherrenvertretung zu erarbeiten und auch bereits die Ausschreibung für den Generalplaner in die Hand zu nehmen. «Priorität hat im Moment die Bauherrenvertretung, dieses Jahr noch soll diese erledigt sein, die Ausschreibung für den Generalplaner wird Anfang 2026 erfolgen», erklärte ein sichtlich glücklicher Stadtpräsident. Das Ziel sei es gewesen, die 60-Prozent-Grenze zu knacken, «71,33 Prozent sind sensationell. Die Bodensee-Arena ist Bestandteil meines Lebens, entsprechend erleichtert bin ich».
Auch Thomas Dufner, Präsident des Pro-Komitees äusserte sich sehr zufrieden. Er sprach von «einem Super-Resultat, es ist unglaublich und zeigt, dass die Bodensee-Arena einen hohen Stellenwert bei der Bevölkerung hat». Er selber habe an eine Zustimmung von 64 Prozent geglaubt. «Das Votum ist ein klares Signal: Die Bevölkerung steht hinter einer modernen Arena als Sportzentrum, Treffpunkt und Veranstaltungsort. Ein wichtiger Standortfaktor für Kreuzlingen und die Region ist langfristig gesichert», heisst es auch in der Medienmitteilung des Pro Komitees. Ein Komitee, das sich «ins Zeug gelegt und aufgezeigt hat, dass nur das Nötigste gemacht wird und mit Herzblut dabei war. Wir feiern den Erfolg, jetzt ist die Stadt am Zug», so Thomas Dufner.
Glückliches Eishockey
Für den EHC Kreuzlingen-Konstanz bedeute das Resultat die Sicherung der Vereins-Zukunft, erklärte Vize-Präsident Stefan Mühletaler. Die Erleichterung sei gross, denn der Verein habe in den letzten Jahren einen enormen Zuwachs, vor allem in der Jugend, zu verzeichnen. «Wir wollen uns als Ausbildungsverein etablieren und können das nur mit der nötigen Infrastruktur», sagte er. 150 Kinder und Jugendliche von U9 bis U16 hätten in der Bodensee-Arena ihre Heimat, insgesamt habe der Verein 200 Mitglieder. «Ein Nein hätte wohl das Ende des Vereins, ganz sicher aber schwierige Zukunft bedeutet. «Denn die Eisflächen in Weinfelden, Romanshorn und Frauenfeld sind besetzt und die Bodensee-Arena ist die einzige Anlage mit zwei gedeckten Eisfeldern». Und neben dem EHC Kreuzlingen-Konstanz seien elf weitere Vereine in der Bodensee-Arena tätig.
Geschäftsführer Nico Seiler zeigte sich überwältigt vom Resultat und gab zu dass «ich heute Sonntagmorgen schon nervös war». Denn es sei klar gewesen: Das Resultat würde über die Zukunft der Bodensee-Arena entscheiden. «Uns freut es besonders, dass wir jetzt mit der Arbeit anfangen und an die Umsetzung des Projekts gehen können». Beginnen sollen die Arbeiten im Frühling 2027 mit dem Rückbau des Ausseneisfeldes, das danach als Trainingshalle in Betrieb gehen soll. Danach folgen die umfangreichen Arbeiten an der Halle und 2029 «werden wir die Gesamtanlage in Betrieb nehmen. Wir halten uns an unser Versprechen: Es wird immer eine Eisfläche zur Verfügung stehen», so Nico Seiler.
Von Kurt Peter