Thomas Niederberger und Maria Eckstein ersteigerten die Kunstwerke, die von Guido Leutenegger (links) mit Geschick und Humor angepriesen wurden. Kurt Peter
22.01.2026 05:00
«Und 1500 zum Dritten»
Finissage der «Bewegten Galerie» mit Versteigerung für einen guten Zweck: Ekkharthof und Besmerhuus
Die «Bewegte Galerie» in den Räumlichkeiten der Hauptstrasse 59 war ein voller Erfolg und fand postive Resonanz. Anläss-lich der Finissage wurden zwei Gemeinschaftskunstwerke für einen guten Zweck versteigert. Der Erlös lag bei 2500 Franken.
Kreuzlingen Eigentlich hätte die «Bewegte Galerie» an nur zwei Wochenenden im vergangenen Dezember stattfinden sollen. «Allerdings war das Interesse so gross, dass wir die Räumlichkeiten auch an drei Wochenenden im Januar öffneten», erklärt Xaver Dahinden, einer von sieben beteiligten Künstlerinnen und Künstlern. Die Idee, leerstehende Geschäftsräumlichkeiten temporär als Galerie zu nutzen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen, sei als Experiment in den Köpfen der sieben beteiligten Künstlerinnen und Künstler entstanden, «ohne zu wissen, ob das Vorhaben gelingt, ob es ankommt und ein Erfolg wird».
Erstes Bild für das neue Stadthaus
Tatsächlich aber wurde die «Bewegte Galerie» zum Erfolg. 70 Kunstwerke auf zwei Etagen konnten präsentiert werden, «wir hatten an jedem Tag unerwartet viele Besucherinnen und Besucher, die Beteiligten sind ausserdem mit dem Verkauf zufrieden, auch wenn dieser nicht im Vordergrund stand», blickt Xaver Dahinden zurück. Um eine Galerie mit entsprechendem Niveau einzurichten, sei zuerst in die Infrastruktur investiert worden. «Zusätzliche Wände und Beleuchtung waren wichtig, um die Werke ansprechend präsentieren zu können», sagt Xaver Dahinden. «Es hat sich gelohnt», kann er nun nach Abschluss der Aktion nicht ohne Stolz vermelden.
Die Finissage am vergangenen Sonntag war ein würdiger Abschluss der «bewegten Galerie». Das Haus war voll, als Xaver Dahinden zur Versteigerung von zwei Gemeinschaftskunstwerken begrüsste. Der ehemalige Stadt- und Gemeinderat Guido Leutenegger habe spontan zugesagt, als Auktionator die Werke zu versteigern. «Ich mache das zum ersten Mal», meinte dieser, «und mache es gerne, weil mit dem Erlös der Ekkharthof und das Besmerhuus berücksichtigt werden». Dann schritt er zur Tat: «Das erste Bild hat ein Mindestgebot von 600 Franken, wer bietet 600?»-. Christian Brändli begann, Jost Rüegg erhöhte auf 650. Stadtpräsident Thomas Niederberger hob den Preis auf 1000 Franken. Und so ging es hin und her, bevor der Stadtpräsident den Zuschlag für 1500 Franken bekam «und nun ein wertvolles Gemeinschaftswerk für das neue Stadthaus in Besitz genommen hat», wie Guido Leutenegger bereits den Platz für das Gemälde definierte.
Auch beim zweiten Bild ging der Preis vom Mindestgebot von 400 Franken Schritt für Schritt hoch, bis schliesslich Maria Eckstein, Son-derschulheim-Leiterin im Ekkharthof, den Zuschlag für 1000 Franken erhielt. «Ein grossartiger Abschluss», so Xaver Dahinden, «aber nicht das Ende des Projektes. Wir haben bereits weitere Interessenten, die über leere Geschäftsräumlichkeiten verfügen. Die Fortsetzung folgt im Herbst, Winter dieses Jahres», zeigte er sich überzeugt.
Von Kurt Peter